Herbstklopfen 2019

Eine Ausstellung zusammen mit Lisa Manhuru im Tusculum in Murnau, mit Bildern und Objekten. Eine Tanzperformance. Der Klick zum Film Der Sommer ist alt geworden, die Sommerblumen verblühen. Der Herbst klopft an. Der alte Sommer und der junge Herbst begegnen sich. Es ist eine uralte Begegnung. Es gibt eine gemeinsame Zeit, die Altweibersommerzeit, die Herbstgoldzeit, einen gemeinsamen Tanz, bevor sich der Sommer ganz verabschiedet und der Herbst den Raum alleine ausfüllt. Almut Döring spielt das Cello, Lisa tanzt die Herbst-Alte,Weiterlesen

Räume und Geschichten

Räume und Geschichten, ein Kurzfilm – der Klick zum Film Ausstellung mit Lisa Manhuru im Atelier Frank Fischer, in Weilheim. An drei Abenden haben wir im interaktiven Atelier zu unserer Ausstellung performed. Einmal mit Klang und Wort und dem Freitagswasser für die Träume, in der Fortführung dann multimedial mit Fäden, Didgeridoo und dem Wintergeist und rundgetanzt wurde es im Butoh und mit der narrischen Kraft. Lisa Manahuru hat Eibenobjekte, Lichtsegel ausgestellt, ich habe Geschichten-Tableaus mit Bildern gezeigt. Frank Fischer hatWeiterlesen

Butoh | Die knöcherne Struktur

Den Körper befühlen, abklopfen, das Knochengerüst ertasten. Mehr und mehr werde ich mir der tragenden knöchernen Struktur bewusst. Ich sehe mich als Skelett tanzen. Das erinnert mich an schamanische und buddhistische Praktiken, an Sterberituale, an die Wachnacht der Visionssuche, an die School of Lost Borders. Knochentanz – das Klappern, Klacken, wenn Knochen oder Steine aneinander klicken. Stein und Bein, Stones and Bones. Im Knochentanz kommen viele Bilder – die Haut der Trommel mit Knochen zum Klingen bringen, steinzeitalte Klänge, der knochenähnlicheWeiterlesen

Mittwochs-Butoh | Der Geistervogel

Ein Vogel fliegt mir zu. Er umkreist mich, landet auf meiner Hand, setzt sich auf den Fuß. Leicht, flatternd, fast wie ein Schmetterling so zart. Zu jeder Tänzerin kommt ein anderer Vogel. Sie spielen mit uns und erzählen Geschichten von weit her. Der Blick folgt dem Vogel. Seine Bewegungen und Berührungen bestimmen den Tanz. Wir folgen ihm. Er lockt, verschwindet, taucht wieder auf, verweilt auf den Körpern – still point. Es könnte sein, dass er auf einmal in mich hineinfliegt, inWeiterlesen

Mittwochs-Butoh | Fäden

Butoh am Mittwoch, seit Jahren lerne ich bei der Tänzerin Doris Försterling – meine Körpersprache erweitern um viele Seltsamkeiten. Diesen merk-würdigen Erfahrungen will ich Bilder geben. Der Fadentanz – von überall gehen Fäden weg, von den Knien, den Gelenken, der Nasenspitze, den Fingertips, dem großen Zeh, vom Brustbein, vom Nacken. Manchmal sind auch an den Ohren Fäden. Ob es Fäden sind oder Geister, ich weiß es nicht so genau. Schließlich ist Butoh ein Geistertanz. Die Fäden ziehen, geben einen Impuls, schnell, stark, zart, ruckartig, fastWeiterlesen

Vom Tanz und der Schönheit

Auf der Reise ins Land der Närrin beginnt ein Tanz, der immer weiter hineinführt in ein Land jenseits von üblichen Schönheitsbildern. Es ist ein Tanz in eine immer größere Freiheit, ein Tanz, bei dem die engen Vorgaben, was schön ist, wie Körper auszusehen haben, wie sie sich bewegen sollen abgeschält werden. Es ist das Hineintanzen in ein größeres Zuhause. Alte Kriterien taugen nicht mehr, sie sind hinderlich auf dem Weg hin zu den vielen Jahresringen. Unsere Menschenkörper erzählen von all den Begegnungen, denWeiterlesen