Geisterzeit

Rauhnachtsblues in Rot. Den Blues vergesse ich übers Jahr und doch kommt er zu den Rauhnächten. Es knarzt, Geschäftiges entzieht sich, es ist ein bisschen wie aus der Zeit fallen, in die Nachdenklichkeit hinein. Vieles hinterfragen, abklopfen. Die Geister lassen sich auch nicht wirklich portraitieren, sie bleiben schemenhaft. Keine Träume, obwohl doch Träume in den Rauhnächten so bedeutsam wären. Oder wenn, dann so wirr-komplex, dass die vielen Aspekte zusammen keinen Sinn ergeben. Und das, wo doch Träume in den Rauhnächten so wichtigWeiterlesen

Wintergewitter und Abendgedanken

Die Rauhnächte bescheren mir viel Nachdenken dieses Jahr. Frauenkreis-Councilthema Anerkennung. Es klingt nach. Zum Beispiel die Aussage, dass Anerkennung, wenn ich sie mir selber gebe, auch von Aussen kommt. Das glaube ich nicht. Nicht zwingend. Natürlich ist es wichtig, dass wir uns selbst zutiefst wertschätzen, anerkennen, wer wir sind. Ich denke aber nicht, dass das automatisch die Wertschätzung von Aussen nach sich zieht. Und wenn das ein Glaubenssatz ist, kann er zur Falle werden. Ich sehe, dass in unserer GesellschaftWeiterlesen

Perchtenzeit

Es ist Perchtenzeit. Warme Föhnwinde, die Berge ganz nah, mit Anke unterwegs, diesmal nicht mit Masken. Erinnerungen, wie wir zu mehreren, alle im Perchtengewand auf die Leiten zu einer Freundin gegangen sind in einer Vollmondnacht bei tiefem Schnee. Wir hatte viele Glocken dabei, haben dort dann geschaut, ob sie unsinnige Dinge tut wie Wäsche waschen oder putzen. Erinnert haben wir sie und die Rosa, ihre Tochter, dass sie frei und wild bleiben sollen und dann wurde das Haus geräuchert. WirWeiterlesen

Hinübergetanzt, adios und willkommen!

Rauhnachtsschärfe. Mir war und ist dieses Jahr so gar nicht nach Lichtschiffen. Es gibt nichts, wofür ich eines losschicken wollte. Manchmal waren die Schiffe schwer beladen mit Visionen, Bildern, Wünschen. Dann kam das Wie, welches das Was abgelöst hat. Und ich habe etliche Lichtschiffe für ein gutes Wie losgeschickt. Und heuer? Hat sich alles aufgelöst, weil ich nicht mal mehr weiß, was ein gutes Wie ist. Im neuen Jahr möchte ich Erfahrungsräume betreten und wieder verlassen können. Ganz alte Themen warenWeiterlesen

Meine Rauhnachtsgäste

Hallo meine Gäste, ich bewirte euch gerne. Die weißen Speisen für die Percht und ihr Gefolge, was für die Katzen oder Wildtiere. Auch Marder und Fuchs sind mir willkommene Gäste. Es braucht allerdings genaue Abmachungen mit ihnen. Zum Beispiel, dass wir nicht zusammenziehen werden. Wir halten uns bisher an unsere Vereinbarungen. Die alte Marderin hat mir den Tipp gegeben, dass ich dafür sorgen soll, dass keine Fremdmarkierung ans Auto kommt, das würde sie sehr stören. Am besten könne ich sowasWeiterlesen

Reich beschenkt, winterstill

Es liegen so viele Geschenke auf meinem Küchentisch. Die Post bringt sie mir oder sie sind in den mails und das Leben trägt sie her. Sterne, Wünsche, Bilder, Stoffliches und Wortnahrung, Essbares, Lesestoff und Leinenstoff. Vielen Dank! Es liegt alles auf meine Altären, beim Arbeitstisch, im Lebensraum. Weil ich keine Weihnachtspost schreibe und es die Rauhnächte staad mögen, singe ich Lieder. Vielleicht sind sie zu hören, dann, wenn der Tag in die Nacht übergeht. Nun gut, sie klingen vielleicht nichtWeiterlesen

Durchlichtungen

Einer Eingebung folgend, putze ich die Fenster, zumindest die allerwichtigsten. Für den Durchblick, den klaren Blick und den scharfen Adlerinblick. Ich will durchschauen können, glasklar bis zum Wald hinter und noch weiter. Weil ich die hohe Kunst des Fensterputzens nicht recht beherrsche, setze ich meist auf eine günstige Mondzeit. Während ich putze, rufe ich den Weitblick und manchmal das helle Sehen. Wenn es getan ist, freue ich mich und schaue gerne lange durch alle geputzten Fenster. Weit kann ich jetztWeiterlesen

Rauhnachtsvorbereitung

Die Woche vor Rauhnachtsbeginn. Das Ende der Spinnstubenzeit naht, traditionell muss der Rocken vorher abgesponnen sein. Mein Rocken samt Flachs ist gerade ein Flyer für´s Museum, Steuerteile, Kunst – mein Alltägliches, mein Tagwerk. Ich lande in Spanien bei Doña Catalina. Sie hat mir das Spinnen beigebracht. Im Sommer Spinnen lernen wollen, das fand sie komplett bescheuert. Dementsprechend schaut sie auch drein. „Du weißt ja gar nichts,“ hat sie gegrummelt,“nicht wann man was lernt, nicht wann man was tut oder lässtWeiterlesen

Jahresbeginn, Katze und Kracher

Diesmal war es ihr zu viel. Katalina hat mich geholt, um die Kracher draussen abzustellen und zum Kuscheln, weil es so eine Zumutung war für sie. Wenn ein heftiger Sturm ist oder in der Silvesternacht flüchten manche Vögel in den Speicher, fliegen durch die Fledermausöffnungen. Auch das hat sie mir am Morgen gezeigt, dass Vögeln da sind, die wir rauslassen müssen. Sie ist gut gelaunt morgens, weil sie die Nacht an und auf mir verbracht hat und die große DeckeWeiterlesen

Rauhnachts-Blues und Silvestermuffeligkeit

Silvesterfeste mag ich nicht. Das war schon immer so. Es ist nicht so ganz salonfähig, mittlerweile haben sich aber alle daran gewöhnt und ich kann es kultivieren. Das erleichtert die Sache ungemein. An Silvester ist mir nicht nach groß feiern. Ich lausche nämlich meist dem Rauhnachts-Blues und mag die Stille. Ich stoße gerne auf mich und das Leben an und alle, die mit mir Wege geteilt haben. Wenn du heute so einen feinen Plim-Ton hörst, den du nicht recht zuordnenWeiterlesen