Gemeinschaft Körper

Die große Reise dieses Jahres ist die in meinen Körper. Der Impuls, diese Reise anzutreten war eine leichte und spürbare Veränderung. Im Verdauen, im Verstoffwechseln, im Energiefluss. Ich bin dem Impuls gefolgt und habe die Körperreise angetreten. Es wird eine lange und große Reise, weil Körper der langsamste Teil meines Systems ist. Ich erforsche meinen Körper, entdecke ihn als zutiefst erfahrenes Gemeinschaftswesen. Alle Teile werden gehört, gefragt, gesehen. Es gibt riesige Councils von Zellen, Zähnen, Blut, Fußsohlenclans oder Darmflorastämmen. SieWeiterlesen

Gespürte Gemeinschaft

Katalina hat sich auf einmal wieder gemeldet, sie fragt nach der Körperlichkeit vom Clan. Wenn ich von den Seminarausflügen und Reisen zurückkomme, dann freut sie sich und ihr kleiner Gemeinschaftsgeist will spielen, Spass haben miteinander, jagen, was erleben und vor allem einander sehr körperlich spüren. Dann schläft sie im Bett, kuschelt sich her, putzt mich, will gekämmt werden, die Pfoten in die Hand legen und intensivst Körpernähe erleben. Eine kurze Freundschaft mit Maimai, einem Affen, hat mir gezeigt, wieviel FreudeWeiterlesen

Schwellenzeit

Seminarzeit – in Hannover, Lübeck, Zürich, viele Begegnungen, viele Geschichten. Ich höre Geschichten, deren Muster sich wohl von Anbeginn in vielen Varianten wiederholen. Grundgeschehnisse, die unser Menschsein ausmachen und die Suche nach Wegen und Methoden, um damit gut zu gehen, sie zu verstehen, sie verorten zu können auf den großen Lebenslandkarten. Dafür haben tragende Gemeinschaften ihre Werkzeuge, Schwellenrituale, Initiationen, das Bezeugen, Älteste, welche die Geschichten spiegeln. An den gemeinsamen Feuern geht es darum, auszutauschen, wie wir unsere Wege bewusst gehenWeiterlesen

Dranbleiben, pflegen, nähren

Die Feuer – Kreise, in denen ich bin, Freundschaften, Ritualgruppen, Council, Forscherinnenfeuer, die Feuer bei den Seminaren. Diese Feuer lassen mich Gemeinschaft erfahren. Ich bin langsam, was Gemeinschaften betrifft, Freundschaften wachsen wie die Bäume, Gemeinschaften auch. Sie wachsen, wenn Leben geteilt wird, mit allem, was dazugehört. Wenn ich mit Menschen etwas erlebe, dann beginnt der Freundschaftsbaum zu wachsen. Mir Zeit nehmen dafür, das braucht es, die Pflege, das Dabeibleiben. Das geht auch nur mit einer bestimmten Zahl an Menschen, sonstWeiterlesen

Schamanische Kunst

Die Gedanken zur schamanischen Kunst weitergesponnen. Beim Jodeln halte ich Zweisprache mit den Bergen, ich kommuniziere auf die zu ihnen passende Weise mit den großen Bergwesenheiten. Gstanzl mag ich, improvisierte Spottlieder. Vielleicht sind sie sogar counciltauglich. Das war jetzt böse und sogar ohne Reim und auch kein Vierzeiler. Auch Trutzgsangl und Schelmenlieder könnten mein Repertoire erweitern. Noch kann ich es nicht so fliessend. Rituelle Sprechgesänge, der auf dem Marktplatz gesungene Flamenco, wenn ein Kunde genervt hat oder etwas ganz SchönesWeiterlesen

Kunst im Werkzeugkasten

Dort, wo es trägt, wo Gemeinschaften heil sind, haben sie immer Kunst in ihrem Werkzeugkasten. Mit den Mitteln der Kunst wird etwas ausgedrückt, übersetzt, vermittelt, gewandelt, geheilt, Leben gefeiert, Verbindung aufgenommen … Mit großer Selbstverständlichkeit werden Herausforderungen, Wandelzeiten, Neues, Verabschiedungen, Emotionen, das Leben selbst besungen, getanzt, gemalt, dargestellt, weitergegeben. Schamanische Kunst ist lebendiger Teil des MIteinander. Wir könnten zum Beispiel unsere Unstimmigkeiten – nett ausgedrückt – tanzen statt sie verbal einander vor die Füße zu legen. Ich stelle mir geradeWeiterlesen

Council und Redestab

Council und Redestab gehören für mich mit zu den wichtigsten Gemeinschaftswerkzeugen. Ein gutes Buch dazu ist „Der große Rat“ von Virginia Coyle u.a. Es ist auch das einzig deutschsprachige Buch zum Council. Die Councilregeln klingen ganz einfach und wie so oft bei scheinbar einfachen Dingen, entpuppen sie sich schnell mal als die große Herausforderung. Vom Herzen sprechen, vom Herzen zuhören. Die Essenz in den Kreis sprechen (Schwierigkeitsgrad 3). Wahrnehmen, wenn ich das, was die anderen sagen, innerlich kommentiere, statt esWeiterlesen

Was mache ich, wenn es kracht?

Es umweht mich gerade gehäuft ein besonderes Gemeinschaftsthema – was tun, wenn es an den Feuern, die mir wichtig sind kracht. Wenn es Verletzungen gibt, heftige Emotionen, hinderliche Muster und die Feuer drohen auseinander zu brechen. Den Redestab hervorholen. Was, wenn es auch am Redestabfeuer passiert? Da ist er ja schon parat und doch … Es gibt Fluchttendenzen von einigen, andere stellen das Feuer gleich ganz in Frage. Und ich bekomme von Aussen zu hören, dass doch wir uns aufWeiterlesen

Bezeugen

Wieder zurück nach gefühlten mehreren Wochen von einer intensiven Zeit mit vielen Frauen, vielen tiefen, geteilten Geschichten. Immer wieder lerne ich mehr über das, was Bezeugen ist und was es heißt, Zeugin sein zu dürfen, wenn andere mutig ihre Schritte gehen, wenn sie Neues wagen, wenn sie ihre Verletzlichkeit zeigen und sich anderen zumuten. Ich beginne auch zu begreifen, was es mit mir macht, wenn andere meine Schritte bezeugen. Bei den Indigenen, von denen ich lernen durfte, ist es üblich,Weiterlesen

Gemeinschaft vor Ort

Von den First Nations lernen und es hierher in meinen Alltag bringen, umsetzen, Weisheiten und Methoden hier ausprobieren und leben. Das interessiert mich, das ist ein Teil, warum ich so gerne reise. Ich mag Handwerk, Konkretes und Erfahrungswissenschaften, wie Ökologie und Schamanisches. Ich lerne durch beobachten, wahrnehmen, indem ich es selbst werde, was ich beobachte und ich versuche diese Erfahrung in mein Leben zu integrieren. Die, die mich lehren – die Pflanzen, Tiere, Steine … – werde ich achten, würdigen,Weiterlesen