Geschichtenwege im Rollbuch

zum Film Wenn es um Geschichten geht, dann taucht der Clan der Geschichtenerzählenden auf und mein Weg als Geschichtenerzählerin. Es ist einer meiner wichtigsten Clans. Deshalb kann ich das Wachsen der Geschichtenerzählerin und ihrer Medizin so genau erinnern. Als kleines Kind, mit der ganz jungen Geschichtenmedizin, habe ich sie vor allem den Tieren, meiner Mutter und den Puppen zukommen lassen. Dann haben mir meine Eltern ein Kasperltheater gekauft samt den Figuren. Wir haben diese je nach den Geschichten ändern müssen, immerWeiterlesen

Witterung aufnehmen

Es ist Herbst und die Ernte von mehreren Jahren ist eingemacht, in Form eines Buches, das von den Wegen der Wanderin im Grenzland erzählt. Über den Winter bekommt es noch Würze, wird gefeilt und verfeinert und wird im neuen Jahr in die Welt gehen. Und nun? Wie soll es weitergehen? Es spürt sich an wie in einen Nebel hineingehen. Dort sind die Bilder unscharf und alles verflüchtigt sich. Ungeduld ist hinderlich und dennoch da. Die Nase in den Wind heben,Weiterlesen

Die Sprachheimat

Zum Minibuch „Sprachheimat“ Wo ist meine sprachliche Heimat? Die Muttersprache, die Sprache meiner Kindheit, die später erlernte an einem Ort, der Heimat geworden ist, die Mixtur aus allem? Je mehr ich verstanden habe, wie weit und frei mich die Beheimatung sein lässt, desto mehr liebe ich meinen Dialekt. Manchmal verwende ich ihn wie eine Geheimsprache – in Spanien oder in Bremen. Da kann ich lästern und Ungehöriges sagen und niemand versteht es. In der Sprachheimat kommt der Humor erst richtig zumWeiterlesen

Heimat und die Wiederholung

zum Pixiebuch Heimat, das ist zig mal Wiederholtes. Vertraut, bekannt, oftmals erlebt, viele Male durchwandert. Lebensbegleitendes wie Feste, Rituale, Abläufe sind in vielen Zusammenhängen erkundet, genauso wie die Berührung von Frühling oder Schnee. Sie sind wiederkehrend und doch immer anders. So weiten sich die Jahresringe des Vertrauten, sich Wiederholenden. Es sind rhythmische Wiederholungen. In der Wiederholung liegt die Kraft – etwas festigt sich, prägt sich ein, intensiviert sich, sinkt hinein, bringt die Übung und das Können. Deshalb kommt die WiederholungWeiterlesen

Heimatgwand

Ein Pixie aus dem Heimatfeld | Heimatgwand – zum Buch Das Heimatgwand ist eine Sammelstelle. Es besteht aus ganz vielen Teilen, die zusammengehören und doch nie alle zusammen getragen werden können, weil es so viele sind. All diese Teile zusammen machen mein Heimatgewand aus. Es sind gefundene und geschenkte Teile, welche aus den alten Großmutterschürzen und Knöpfe aus der weitergegebenen Knopfschachtel, dem Orakel meiner Kindertage, die irgendwann von meiner Mutter zu mir gewandert ist. Angetrachteltes in Kombi mit ganz Normalem,Weiterlesen

Die Quellen-Sage

Die Lengenfelder Quelle und die Traummacherei – Zum Pixie Die Lengenfelder Quelle und die Traummacherei Mit der Lengenfelder Quelle hat es eine seltsame Bewandtnis. Es ist nämlich so, dass die Meisten von ihrer Existenz nichts wissen. Und die, die sie kennen, können es nicht beweisen, weil sie sich bei den Ortsbegehungen zu entziehen weiß. Sie speist die Menschen mit Traumzeitgeschehen. Bei ihr lernt man, wie es geht, freizügig ins Unreine zu träumen und das dann wirklich werden zu lassen. Die Quelle ist hinten beiWeiterlesen

Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch

Die Nebelfrau vom Wessobrunner Buch – Zum Pixie Heimat, da gehören die Sagen und das Brauchtum dazu. Bräuche und Heimatsagen zu erfinden, das ist ein bisschen wie wildern in einem Kuhstall mit heiligen Kühen. Ich glaube, das geht nur aus einem Beheimatetsein heraus, also wenn man den Stall und die heiligen Kühe gut kennt. Weil ich sie kenne, wage ich es zu wildern, um sie von innen heraus zu erfrischen, die Kultur. Ich will meine Heimat mitgestalten. Vielleicht ist dasWeiterlesen

Heimatsagen

Heimat wohnt in den Geschichten. In den Geschichten stellen sich meine heimatlichen Lebenskräfte dar. Es sind verrückte mythische Sagen vom Land, samt seinen Wesen. Wie den Schleierweiblein, den Heimatheiligen, der Geisterwelt, es ist der Mythenkreis, das Sagengut rund um meinen Lebensbereich. Mythische Sagen aus den verschiedenen Landstrichen und Jahreszeiten. Es gibt viele Sagen, viele seltsame und auch blöde, wenige, die mich ansprechen. Deshalb erfinde ich selber welche. Mit der Sage vom Eglsee und dem Eglfisch geht es los. Der Eglfisch –Weiterlesen

Heimat2

Heimat – ich will genauer ergründen, was sie ist, was für mich zu meiner Heimat gehört, was diesen seltsamen Begriff ausmacht. Heimat2 – zum Buch Heimat lässt sich irgendwie gar nicht richtig definieren. Weil es so individuell ist. Eine Konstruktion ist es auch, ein Orientierungskonzept. Ein Sehnsuchtsraum vielleicht. Ich schwimme im Cocktailglas meiner Heimat herum und ergründe, was da alles für Ingredienzien sind. In meiner Cocktailheimatsuppe fühle ich mich aufgehoben. Das hat sie wohl so an sich. Meine heimatliche Nahwelt istWeiterlesen

Heimat

Eine neue Pixiespur ist Heimat. Es ist auch eine alte Spur in meiner Arbeit. Verwurzelt fliegen erzählt viel davon, von den Wurzeln, dem Grounding, dem Beheimatet Sein. Heimat – zum Buch Es gibt Zeiten, da ist das mit der Heimat weichgezeichneter, unschärfer, da lösen sich die festen Umrisse auf. So eine Zeit könnte es gerade sein, weil kaum jemand mehr ein Leben lang am Geburtsort und in festen Clans bleibt. Patchworkheimaten. Ich lese, dass der Plural beim Wort Heimat unüblich ist. Seltsam,Weiterlesen