Ungeduldswandlung

Weil ich gerne meine Ungeduld transformieren möchte, schreibe ich eine Wandelgeschichte dafür: der Klick zum Buch Die Geschichte einer Ungeduldigen – Zeitweit werden                                    Geschichten der Wandlung  Unterwegs auf dem Lebensweg scheinen manche Wegstrecken ja ziemlich misslich, andere bedeutungslos oder verloren und langweilig, lange Strecken scheinen mittelmäßig und unaufgeregt dahinzugehen und hin und wieder ist es sensationell und großartig, was da durchwandert wird. Das beginntWeiterlesen

Eine Wundergeschichte

Geschichten der Wunder Wundergeschichten finde ich sehr wunderlich. So viele kenne ich gar nicht, obwohl ich glaube, dass alle in ihrem Leben Wundergeschichten erlebt haben. Aus einer schwierigen Geschichte eine Geschichte der Wunder zu machen, hat etwas sehr Heilsames, weil Wunder über Grenzen hinausgehen. Entstanden sind Bilder, eine Schachtel, Worte und alles zusammen ist in einen Kurzfilm gepackt.        Der Klick zum Film Ich habe eine eigene Geschichte genommen, die mit meiner Katze. Da habe ich manchmal offener,Weiterlesen

Oans, zwoa, drei, transformiert is

Vor langer Zeit habe ich von einer seltsamen Technik der Karmareinigung gehört, aus dem buddhistischen Feld. Es ist ein mehrmaliges Lebensgeschichtenerzählen. Sowas wie eine narrative Transformationstechnik. Ich habe die Technik etwas abgewandelt und dazu einen Kurzfilm gemacht. Der Klick zum Film Bei mir geht es so: Man erzähle und schreibe die eigene Lebensgeschichte von der Geburt bis jetzt. Immer am Lebensfaden entlang – erinnern, was alles war, mit den Details, den Mustern, den Begegnungen. Die Kindheit durchwandern, die Feuer, an denenWeiterlesen

Geschichtenwege im Rollbuch

zum Rollbuchfilm Wenn es um Geschichten geht, dann taucht der Clan der Geschichtenerzählenden auf und mein Weg als Geschichtenerzählerin. Es ist einer meiner wichtigsten Clans. Deshalb kann ich das Wachsen der Geschichtenerzählerin und ihrer Medizin so genau erinnern. Als kleines Kind, mit der ganz jungen Geschichtenmedizin, habe ich sie vor allem den Tieren, meiner Mutter und den Puppen zukommen lassen. Dann haben mir meine Eltern ein Kasperltheater gekauft samt den Figuren. Wir haben diese je nach den Geschichten ändern müssen, immerWeiterlesen

Witterung aufnehmen

Es ist Herbst und die Ernte von mehreren Jahren ist eingemacht, in Form eines Buches, das von den Wegen der Wanderin im Grenzland erzählt. Über den Winter bekommt es noch Würze, wird gefeilt und verfeinert und wird im neuen Jahr in die Welt gehen. Und nun? Wie soll es weitergehen? Es spürt sich an wie in einen Nebel hineingehen. Dort sind die Bilder unscharf und alles verflüchtigt sich. Ungeduld ist hinderlich und dennoch da. Die Nase in den Wind heben,Weiterlesen

Heimat und die Brüche

Ich finde sie auf Reisen, in anderen Kulturen, in der Fremde. Die Heimatmomente, die plötzlich auftauchen, entdecke ich in seltsamen Winkeln, an Geisterorten und in speziellen Tempeln. Sie sind mir vertraut, wegen der Brüche, wegen des Schrägen, Merkwürdigen. Es sind die Momente, wenn sich Schmunzeln und Fragen mischen, wenn die Irritation kommt, wenn es uneindeutig wird. Vertraut sind mir die Orte, die nicht so leicht einzuordnen sind, weil sie Unterschiedliches beherbergen. Sie haben etwas Wildes. Dort zeigt sich die Närrinkraft.Weiterlesen

Heimatliches in den Clans

Längst haben sich die alten Clanstruktuen aufgelöst. Mein dynastischer Clan ist klein und er ist mir, bis auf meine engste Familie, fremd. Viel mehr spüre ich meine Beheimatung in anderen Clans. Im Clan der Künstlerinnen beispielsweise oder der Forschenden. Dort fühle ich mich verstanden, sie kennen die Themen, die Problematiken, die Ekstase. Einen Clan vermisse ich in meiner Nähe, den der Wölfe. Mit ihnen würde ich gerne zusammenkommen, Wolfsgeschichten austauschen, losziehen, in den langen Winternächten tanzen und spielen und RudelkräfteWeiterlesen

Pipola, das Rotklangfest

Zum Film „Pipola“ Pipola ist ein Sommerbrauch, bei dem der Sommer geehrt wird. In Gruppen stehen Menschen beisammen, drei, fünfzehn, manchmal bis zu sechzig. Sie gehen im Kreis und durchwandern viele Sommer. Sie laufen singend die Wege durch uralte, durch jüngere und kommende Sommer ab. Alle singen gleichzeitig. Sie geben dem, was sie sehen, Worte. Sie singen, was sie sehen. Sie singen und singen, das gehört zum Brauch. Das mutet seltsam an, wenn man es es noch nie gemacht hatWeiterlesen

Die Sprachheimat

Zum Minibuch „Sprachheimat“ Wo ist meine sprachliche Heimat? Die Muttersprache, die Sprache meiner Kindheit, die später erlernte an einem Ort, der Heimat geworden ist, die Mixtur aus allem? Je mehr ich verstanden habe, wie weit und frei mich die Beheimatung sein lässt, desto mehr liebe ich meinen Dialekt. Manchmal verwende ich ihn wie eine Geheimsprache – in Spanien oder in Bremen. Da kann ich lästern und Ungehöriges sagen und niemand versteht es. In der Sprachheimat kommt der Humor erst richtig zumWeiterlesen

Der Lebenskoffer

Unterwegs auf den großen Reisewegen des Lebens. In vertrauten Gefilden, in der Wildnis, durch Wüsten, über hohe Pässe, im Dorf herumspaziert – der Lebenskoffer ist dabei. Er füllt sich mit all den Geschichten, den Wandergeschichten, mit Lachen und Tränen, mit Erkenntnissen, mit allem Erfahrenen, mit den Berührungen der Jahreszeiten. In meinem Lebenskoffer ist eine Feuerkugel, sie ist gefüllt mit der Asche vieler Feuer, an denen ich gelernt und gelebt habe, an denen ich mich beheimatet habe und wieder weitergezogen bin,Weiterlesen