Die Wildsau-Sage

Die Wildsau vom Sachsenrieder Forst – Zum Pixie

Wildsausage

Diese Sage hat sich entwickelt, als ich mit Inga herumgestromert bin. Wir haben lange über die Wildsaukraft gesprochen, wie wichtig sie ist. Ob und wieviel wir sie rauslassen sollen, wo sie was machen würde. Wir haben Feldwege und Situationen durchwandert, gelacht, Dinge gesagt, die schon viel Wildsaukraft hatten. Und weil die Wildsauen ja in der Nähe waren und wir von ihnen inspiriert, ist eine Sage daraus geworden.

Die Wildsau vom Sachsenrieder Forst
Der Sachsenrieder Forst hütet manch ein Geheimnis. Eines davon ist das von einer alten, riesigen Wildsau. Sie ist aus der Familie der altweltlichen Schweine und heißt Sus. Man sieht sie an besonderen Tagen am Dienhauser Weiher, wenn sie ihr Spiegelbild im Wasser betrachtet. Die meisten Begegnungen jedoch finden tief im Wald statt, an den dunklen, wilden Stellen. Wer ihr begegnet braucht Wildsaukraft. Gut ist es, Gfrieser zu schneiden und zu grunzen. Sehr gut kommt es bei der Wildsau auch an, wenn man sich auf die Erde wirft, im Matsch wälzt und genüsslich im Morast suhlt. Je beherzter man das tut, das Wildsauen, desto sicherer ist man. Nicht g´schamig sein, die Sau rauslassen, das hilft. So rettet man sich. Es ist nur so, dass einem etwas davon bleibt. Das wird man nie mehr ganz los. Wer diesbezüglich nichts riskieren will, möge sich hüten, der Wildsau vom Sachsenrieder Forst zu begegnen. Manche allerdings sagen, dass sie gut gefahren sind mit der Wildsaukraft und seitdem ein viel besseres und freieres Leben führen. Man sollte es sich reiflich überlegen.

Das ist eine Sage aus Bayern.