Reiseende und Wildnis

Die schamanische Kraft im Alltag – die Ausstellung im frauen museum wiesbaden klingt Ende Oktober aus. Sie ist, wie das Buch, aus dem Blog entstanden. Jetzt merke ich, dass der Blog mit dem Ausklingen auch loser wird. Ein Monatsblog vielleicht. Es ist was gerundet, durchwandert – das Land Web 2.0 oder Social Media. Nach zwei Jahren Reise komme ich hier wieder im Herbst an. Viel verstanden habe ich in den neuen Ländern, Erfahrungen und Landkarten im Gepäck mit zurückgebracht, neue Begegnungen und kostbare Geschenke gehören dazu.
Jetzt wende ich mich neuen Landstrichen zu, den Wildnisgegenden. Möglicherweise gibt es da lange Strecken keine Internet- oder Telefonverbindung. Wie das halt so ist in den unbewohnten, wilden Gegenden.

Bevor ich den Blog angefangen habe, wollte ich eigentlich in die Wildnis aufbrechen. Damals habe ich eine projektfreie Zone ausgerufen. Dann ist alles anders gekommen. Ob die Spirits Wortspiele gemacht haben oder was anderes gehört haben? Freie Projektzone oder so? Denn kaum habe ich es gesagt, sind lauter freie, lustvolle Projekte aufgetaucht und im Nu hatte ich in meiner projektfreien Wildniszone nur noch Projekte, war auf Reisen, am Erforschen und Karthografieren von Alltag, im Buchmachen und Löffel schnitzen.

Ich lerne und bin vorsichtiger bei dem, was ich rufe. Am besten rufe ich erstmal gar nichts. Nichts benennen, nichts festlegen. Am ehesten passt Wildniszeit. Aber auch das lasse ich, am Schluß wuchert alles zu. Ich will mich überraschen lassen und freudige Überraschungen sind mir willkommen.