Reisezeit

Vom Herzberg aus die Berge gegrüßt, tiefe, schamanische Tage mit Susann Belz und vielen Frauen. Ich schaue Susann gerne zu und lerne von ihr, wie eine als Reisende immer präsent ist, immer ganz da, wo sie gerade ist, egal, von welchen bewegenden Feuern sie kommt oder an welch aufregende Orte es sie demnächst trägt. Den Moment ganz leben, ganz einnehmen. Dann gibt es nichts, als das eine Feuer, an dem eine gerade ist.
Zur Zeit passiert Interessantes mit der Technik. Ich sitze in Funklöchern, kann nicht mailen, empfange nichts und musste meinen Rechner plattmachen. Das beschert mir Pausen, Technikauszeiten, wie damals in Spanien oder dem Altai, als ich zwei Monate im Sommer kein Telefon hatte, kein Internet, nur die direkten Kontakte. Das hat was. Es hat dann was, wenn ich die Nerven behalte und nicht wie verrückt rummache, sondern mitgehe und es entspannt sehe.

Zwei Tage habe ich zum Umpacken. Dann geht es weiter nach Istanbul. Die Ankomm- und Reisevorbereitungszeiten werden immer wichtiger. Bilder sind da von den Pferdekarawanen in Kirgistan, wie sorgfältig wir packen mussten, wie lange es gedauert hat, bis wir endgültig aufgebrochen sind. Jetzt will das Haus so gerichtet sein, dass es weiterhin gut gehalten ist. Olga Maria hütet Katalina und Haus und es soll für sie gut bereitet sein, für Katalina gut vorgesorgt, alles Wichtige eingepackt, die Sachen vom Lebensradseminar wieder an ihre Plätze gebracht.

Unterwegs sein, mich aufs Wesentliche reduzieren, Platz für Schätze haben, die ich vielleicht finde.