Schamanische Kunst

Die Gedanken zur schamanischen Kunst weitergesponnen. Beim Jodeln halte ich Zweisprache mit den Bergen, ich kommuniziere auf die zu ihnen passende Weise mit den großen Bergwesenheiten. Gstanzl mag ich, improvisierte Spottlieder. Vielleicht sind sie sogar counciltauglich. Das war jetzt böse und sogar ohne Reim und auch kein Vierzeiler.
Auch Trutzgsangl und Schelmenlieder könnten mein Repertoire erweitern. Noch kann ich es nicht so fliessend. Rituelle Sprechgesänge, der auf dem Marktplatz gesungene Flamenco, wenn ein Kunde genervt hat oder etwas ganz Schönes passiert ist – das hat mir in Spanien immer gut gefallen. Zum Ausdruck bringen, was mich gerade bewegt.
Die in Italien getanzte Tarantella war ein Heiltanz, wenn jemand von der Schwarzen Witwe, der Spinne, gebissen wurde. Das Gift wurde aus dem Körper getanzt. Die Tarantelle wurde oft auf dem Marktplatz getanzt, die Menschen waren ZeugInnen, sie haben sicher die MusikerInnen unterstützt, geklatscht und den Tanz begleitet.

Neue Wege in alte Kunstfelder. Andere Fragen. „Wenn deine Genervtheit eine Farbe hätte …? Kannst du mir ein Bild malen von deiner Mißstimmung? Darf ich deine Vorwürfe mal getanzt sehen, um sie anders und besser zu verstehen? Wie klingt die kleine Ungereimtheit hier am Tisch?
Ich lade neue Weisen ein, die fremden Gäste sind willkommen.