Katzenalltag

Katalina meint, dass es Zeit wird, sich mal mit ernsthaften Themen zu beschäftigen, beispielsweise Tieren. Sie, die Pferde und die anderen. Also gut, ich lasse mich überreden. Die größte Herausforderung bei schwarzen Katzen ist das Fotografieren (ein schwarzer Fleck) und bei weißen Pferden, dass sie so schnell einschmutzen. Man überlege es sich also gut. Das war der Tipp des Tages.

Katalina will einen ernsthaften Artikel zur wichtigen Angelegenheit „Katalina“. Zum Selberschreiben hat sie heute keine Lust. Was soll ich schreiben?
„Weißt du, was wir uns dieses Jahr an Heizkosten sparen?“ so ihre Frage. Sie ist sehr pragmatisch. Sie hat Investitionspläne für das Gesparte – Leber, Karomäuse, Sündenbrekkies und so weiter.
„Vergiss es.“

Seit es all das nicht mehr gibt, ist sie wieder gesund. Katalina ist eine schwere Katze, immer schon war sie schwer. Zierlich, klein und schwer. Und die Frage bei der schlechten Fettverstoffwechslung war, ob sie denn eine sehr dicke Katze sei. Alle fragen, ob sie eine Dicke ist. Sie ist sehr dünn und wiegt viel. Da hat schon mal der Tierarzt an seiner Waage gezweifelt. Wegen der Mäkeligkeit verfüttern wir vieles an die wilden Scheunenkatzen. Dummerweise ist die Katze, die ich am liebsten einladen möchte, zu mir zu ziehen, eine Leberspezialistin. Die einzige unter allen Katzen dort. Sie ist zierlich und klein und schwer und sie liebt Leber. Sie ist hochsozialisiert und die Alphakatze in der Scheunengemeinschaft. Ich schaue ihr gerne zu, wie sie es macht, wie sie kommuniziert mit den anderen, mit mir.
Eine Medizinbotschaft der Tiere ist für mich, dass im Tierreich die Ranghöhe durch souveränes Verhalten bestimmt wird und nicht durch aggressives. Aggressives Verhalten ist nicht souverän, deshalb sind diese Tiere rangniedrig. Alphatiere dagegen sind immer souveräne und hochsozialisierte Tiere. Und die kleine Katze hat ganz viel davon.