Mich treiben lassen am Nebelsonntag

Sonntagsdynamik. Nebel und Langsamkeit, keine Pläne. Durchs Dorf gehen, die wilden Katzen in der Scheune besuchen, sie füttern, ihnen sagen wie schön sie sind. Eine davon hätte ich gerne. Also eigentlich vier. Vermitteln kann ich sie nicht, weil sie sich nicht nehmen lassen. „Wenn ihr euch nehmen lasst, dann suche ich gute Plätze für euch,“ das sage ich ihnen jedesmal.
Weiter zur Christa in die Dorfwirtschaft. Heute ist Flohmarkt, ich erwerbe zwei Jacken von Maria, alte gestickte Borten und eine Tischdecke von Gela.

Ratschen mit vielen, Kaffee trinken, Brezen essen und mich dahintreiben lassen. Lilian, eine Ärztin-Heilerin aus Abchasien ist da. Und ich folge dem Impuls, mit ihr ins Jägerstüberl zu gehen und sie eine Pulsdiagnose machen zu lassen. Ein kurioses Setting. Sie ist genauso wie ich die russischen Heilerinnen kenne. Ganz tief und rauh, spröde, zum Schmunzeln ruppig-herzlich und richtig gut in ihrer Arbeit. Sie wird, an anderem Ort, eine Behandlung machen. Eine gute Winterprophylaxe, ein passender Impuls in der Wirtschaft. Mit Informationen, Jacken und Gestickten nach Hause und sehr zufrieden mit dem Tag.