Gedanken und Schrankinhalte sortieren

Nachklangzeit von der Schweibenalp, Vorbereitung für die Ruachzeit.



Am Schreibtisch sitzen und langsamer werden, sich verknotende Gedanken, genervt von der Unordnung, die sich in alles hineinschiebt. Viel zu viele Ideen, unsortiert, aufeinander liegende Stapel von Bildern, Texten, alles mögliche gesammelte Zeug.
Gefühltes Schubladengeramsche, Leichen im Keller und Gerümpel im Speicher.
Auf einmal spüre ich es richtig und unterbreche die Arbeit.
Jetzt ist Zeit, die magischen Wege einzuschlagen und ein Entrümpelungsritual zu machen. Freie Wege für freie Gedanken. Ich rufe die Hausgeister, lade Katalina ein, mitzuwirken und beginne, den Hof zu fegen. Ich summe dazu, sehe Lebensgeschenke und inspirierende Gäste kommen, mache die Türe auf für frische Winde. Dann zieht es mich zum Kleiderschrank. Überfällig.



Ritualteil II. Ich sortiere, staple, entleere Schubladen, entsorge, mache Platz, räuchere, singe in den Schrank rein. Es lichtet sich. Irgendwann ist klar, das war´s. Mehr braucht es im Moment nicht. Zurück zum Schreibtisch. Die Zeit scheint stehengeblieben zu sein, es ist fein und leicht, den Faden aufzunehmen und weiterzuspinnen.