Wie gut kann ich meine Positionen wechseln?



Kurz vor Abflug. Heute fahre ich auf die Schweibenalp, als Teilnehmerin bei Beth Beurkens. Im Anschluss daran mache ich für Orna die Assistenz und dann leite ich die Sommerwoche in der Blumenschule.

Drei Positionen, drei sehr unterschiedliche Herausforderungen. Manches ist alt und vertraut, eine Assistenz mache ich zum ersten Mal. Deswegen hatte ich auch große Lust darauf. Mich in neuen Umständen erfahren. Alle drei Positionen will ich ganz einnehmen, ganz auskosten, mich einlassen und auch den klaren Blick darauf haben, wo etwas unscharf wird. Kann ich mich mühelos einlassen? Verändert es etwas in mir, je nachdem welche Position ich einnehme? Ich will es erkunden.
Interessant ist doch, ob ich für mein Selbstverständnis eine bestimmte Rolle brauche oder nicht. Ob ich in meiner Kraft bleibe, wenn ich mich in völlig neue Felder wage, dorthin wo mich niemand kennt und ich vielleicht ganz seltsam wirke, wo ich damit leben muss, dass andere mich ziemlich daneben finden oder mich in Schubladen einordnen, die mir gar nicht gefallen. Wenn ich zum Beispiel in einem mir unbekannten bayrischen Dorf auf einem Steckenpferd, in Kittelschürze, zum Leonhardi-Ritt einlaufe. Test eins, zwei …

Das Alte vertiefen mag ich sehr, die reiche Ernte der vergangenen Jahre verwerten und dann lockt gerade jetzt im Sommer das Ausprobieren. Assistenz – Neugier, Abenteuerlaune, die Forscherin, die entdecken möchte.