Hallo Medizin, finde mich bitte!

Sie legt mich lahm auf den Aussenebenen, die Erkältung. Alles absagen und sofort wissen, dass es gut ist, runterfahren, ausruhen, in andere Schichten tauchen, keine neuen Aussenimpulse. Traumzeit, Körperinnenzeit, ins Spüren gehen, meine Medizin einnehmen. Apfelessig mit Fenchelhonig, mein Wundermittel, das ich literweise trinken könnte, greift nicht. Ich mache grundsätzlich nichts, was ich grausig finde, wie Zwiebel um den Hals über Nacht. Da muss es was anderes geben. Mit dem Leiden habe ich es ja nicht so, davon bin ich noch nie gesund geworden.



Mich von der Medizin finden lassen, die genau jetzt die richtige ist – eine bestimmte Musik, ein Buch, Zitronenwasser, Geräusche wie Wasser oder Wind, Brezen, Nasenduschen … Ich werte es nicht. Seltsam ist es bisweilen, ebenso wie die Gedanken, die kommen oder ziehen. Auf den Kopf Gestelltes, Kryptisches zu den Morgenzeiten.
Ich glaube, ich fange an, mich auf die tiefe Sommerzeit vorzubereiten, von der Schweibenalp übers Allgäu zur Blumenschule. Und diese Zeit könnte genau das brauchen im Vorfeld, wohin es mich jetzt katapultiert hat.