Reinigungsritual bayrischer Indigener, westliche Ammerseegegend

Oft gibt es bei Indigenen keine extra Ritualräume, es findet alles dort statt, wo die Menschen leben. Für Reinigungsrituale (mind-clearings, Textilsäuberung, Entschmutzung von Themenkomplexen etc.) bietet sich die Waschküche (interessantes Wort) an.
Ich mache es folgendermaßen:

– wahlweises Anlegen von Ritualkleidung – einfüllen, was der Reinigung bedarf (Gedanken, Geschichten, Textiles) – je nach Lage mit Opferungen, Räucherung im Vorfeld, Gesängen …

Mein Hilfsteil heißt Waschamascha. Mit vier Jahren habe ich sie so genannt, seitdem heißt sie so. Im Weiteren freie Ritualgestaltung, je nachdem, ob der Schonwaschgang reicht, ob es eine Tiefenreinigung braucht oder eine Extraschleuderung. Wahlweise eignet sich auch eine Kurzmeditation.

Das Waschmaschinenlied könnte mit Gesängen unterstützt werden. Auch Orakel sind möglich durch Beobachten der Strudel und Drehungen, sowie der Klänge in der Waschtrommel. Manchmal kommt es zu Halb- oder sogar Volltrancen.
Es ist aus meiner Erfahrung nicht nötig, den gesamten Reinigungsprozess energetisch zu begleiten. Eine Beiwohnung von zehn Minuten müsste reichen. Das Ritual endet mit der Entnahme der gereinigten Gedanken, der weißgewaschenen textilen Teile etc.

Individuelle Ritualabschlüsse gibt es hier in der Gegend viele. Es ist empfehlenswert, eine eigene Form zu finden und sich in Forschungskreisen auszutauschen.
Im Weiteren kann der Inhalt im Wind trocknen, aber das ist eine andere Geschichte.