Sommerkinderzauber

Es ist die Sommermädchenzeit. Im Zuge des mich Verjahreszeitens, widme ich ihr die kommenden Monde. Was ist ihre besondere Weise, die Welt zu betrachten, im Leben zu sein, was ist ihre Medizin? Was gehört jetzt in den Sommer? Was davon kann ich mir einladen, was leben?


Sommerleicht trägt sie vieles, spielend begegnet sie den Umständen. Den Regentagen zum Beispiel. Sie zieht ihre Schuhe aus und hüpft durch die Pfützen, sie juchzt dabei und bespritzt ihr buntes Kleid. Sie weiß, dass es Waschmaschinen gibt und gäbe es sie nicht, wäre es ihr auch egal, weil der Moment einfach so prickelnd ist.
Lustvolle Entdeckerin ist sie und unberechenbare Erneuerin. Kinder kleiden sich oft sehr sehr merkwürdig und finden sich schön. Auch davon nehme ich mir was.

Und ich lasse mir von meiner Mutter erzählen, was sie als Mädchen alles gemacht hat. Sie liebt das, berichtet von Schelmereien, von Verbotenem, von komischen Begebenheiten, kramt immer mehr heraus von den Schätzen ihres Sommermädchens. Vielleicht tut es auch gut, gemeinsam anzuerkennen, wenn die Sommerkinderzeit für unsere Eltern oder uns karg und hart war. Dann sind die gemeinsam geweinten Tränen um die Sommerkinder wie ein Heillied weit zurück in die Zeit.

Jedes Spiel, jedes Lachen, Kirschkernspucken und in Pfützen tanzen wird mein Sommermädchen erfreuen und kräftigen. Ich tu´s, jetzt sofort.