Die Sinn-Falle Teil II

Sinnfragen und Sinnkrisen, ausser den Menschen hat die kein Lebewesen.
Wir sind wirklich die einzigen, die ihren Platz im Universum nicht kennen, verloren glauben, suchen. Was weiß ich schon, was Sinn macht. Weil die Warumfrage zum Sinn gehört, schicke ich sie in Ferien.
Scheinbar sinnlose Dinge tun. Auf Bäume klettern. Nicht, um den Sinn zu finden oder den Überblick, sondern einfach so. Rauf, runter. Das versteht Katalina wieder. Weil sie eine erfahrene Lehrerin für Unsinn und Absurdes ist, dada-erfahren, paradoxienerprobt, grotesk-kundig, lasse ich mir von ihr Tipps zum verschwenderisch-sinnlosen Umgang mit Zeit geben.



„Du brauchst Übungen, die helfen, sinnlose Dinge zu tun und die Zeit zu verschwenden,“ sagt sie. „Zählen und Striche machen, dann das nächste Blatt. Striche anhäufen oder streuen, Blätter lochen, Kauderwelschen, Knöpfen aufreihen, zählen, verschieben und zurück in die Knopfschachtel. Das Sinnvorzeichen „Spielen“ gilt nicht. Nein, nein.
Flunserl auf dem Papier mit Linien verbinden ist auch gut. Nein, das ist kein Orakel, es ist einfach so.

Vollkommen sinnlos.“
Und jetzt verschwende ich Zeit, indem ich mich in den Kalender setze, die Füsse baumeln lasse und die Tage aufesse.