Körpermalerei an einem Maientag

Freundinnentreffen mit Anke. Zwei Frauen sitzen miteinander am Frühstückstisch.
Wir könnten uns bemalen, sagen sie. Das passiert so, wenn sie zusammen sind. Es braucht manchmal nur einen Maientag, eine rote Couch, Maibaumgespräche und Farben.

Sie bemalen sich und leben in den Tag rein. Pinselstriche auf der Haut, Musik und Rasenmäher, Wind und Sonne, Farbenklang.
An der Ammer gestellte Steine und versteinerte Echsen finden die Frauen, sie lachen viel und bekränzen sich. Wie leicht es ist, am Fluss zu sitzen und zu verweilen.
Zeit verstreichen lassen, das Miteinander genießen. Leben lieben.


              

Dieses Jahr ist kein In-die-Ferne-Reisejahr für die eine Frau. Flüsse, Seen und Berge, die Schätze vor der Haustüre, werden mal wieder erkundet. Und so sind die Frauen zu dem nächstgelegenen Ammerplatz gefahren. Die kurzen Entfernungen schätzen, das nahe Liegende aufnehmen, die Feuer vor Ort aufsuchen.
Sie fahren nach einem zauberhaften Flusstag noch kurz zum Einkaufen, mit bemalten Gesichtern. Weil Katze und Kühlschrank versorgt sein wollen und Bemaltes und Alltag ganz leicht ineinander gehen.
Das war ein guter Tag, sagen sie und schauen in die Abendsonne.