Masken, Walpurgis und Maibaum

Walpurgische Klänge und Feuergesänge, Regennacht am See, Wolfsrudel dabei, vom Feuer getrocknet werden und in den Sternenhimmel gelacht miteinander.
Mit Christine und Ulla Walpurgis gefeiert nach einem langem Maskentag.
Die Geschichten der Masken kommen mit ans Feuer, sie erzählen etwas von der Clanmutter, der Gelassenen, dem Reh oder der Tödin.

Wir haben die Länder unserer letzten Maske bereist. Es sind Medizinmasken und wir ergründen, wie diese Medizin ergänzt und vertieft werden kann oder welche neue Spur sich auftut. Wieder die Frage, was es macht, so kurz vor Neumondin rituell zu arbeiten, ob es nicht doch hilfreicher ist und alles klarer gesehen werden kann, wenn ein anderer Zeitpunkt gewählt wird.

Am 1. Mai werden bei uns die Maibäume aufgestellt. Ich mag die Maibäume. Es sind die alten Schamaninbäume, die Weltenbäume. Mit den Wurzeln, der unteren Welt, der mittleren, dort wo seitlich an den Ästen die Tafeln sind, die das Dorfleben zeigen – Handwerk, Alltag, Menschen, Tiere. Der Ring in der oberen Hälfte erinnert mich an die sibirischen Schamaninbäume. Dorthin steigen die SchamanInnen und bleiben während der Initiation. Und oben ist die Krone mit der grünen Spitze.
In unserem Dorf sind die Schilder selbst gemalt und der Baum wird über Stunden von Hand aufgestellt. Der Maibaum wird beschnitzt, bemalt, die Kränze geflochten, Bänder gebunden, er wird behütet und, falls er nicht vom Nachbardorf geklaut wurde und ausgelöst werden muss, ist Feierzeit. Es gibt Brotzeit, Musik und Dorfratsch.