Ein ganz normaler Tag

Morgenseiten, Edeka-Stehcafé, nochmal ins Café der Blumenschule, in Trödelscheunen nach alten Kochlöffeln und Mörsern gesucht wegen eines Kunstprojekts – aha – Post …
ein Überraschungspaket. Schau an, was bist denn du für eines – versehrte Wörter, die auf Reisen gehen wollen und in eine bayrische Reha-Station kommen. Brigitte Schwarz schickt sie mir, sie gesellen sich zu meinen Wörtern auf Reha, albern ein bisschen rum mit ihnen und atmen Frühling in Blauweiß.

Ich gehe zum Dorfweiher mit Christine, dort wo die Frösche so laut singen und die Seerosen im Sommer blühen. Ich werde meinen Kontrollfreak verabschieden.
Wasser wird ihm guttun – aufweichen, sich treiben lassen, absinken, schaukeln.

Er glitzert in der Sonne und langsam weht ihn der Wind an einen Ruheplatz im Schilf. Adios, es ist Zeit, dass wir uns verabschieden. Ein letztes Bild … Ist er schon erleuchtet?

„Gut, dass du ihn nicht ertränkt hast,“ sagt Christine, „sondern ihm die Chance auf einen Himmelsblick ermöglicht hast.“An den Pferdekoppeln vorbei nach Hause, Tee trinken. Noch g´scheit dahergredt, mir Kulturzeit reingezogen, Nudelsuppe gegessen, ein paar Löffel davon für die Lebenslust, in den Abend geschaut und Gedanken ziehen lassen. Katalina lockt zum Nachtspaziergang.