Von der Magie des Säens

Säen war immer schon Alltag, war heilig, war voller Magie und Heilkraft. Ich säe mein Morgen. Vielleicht werden es Samen sein, die mir Früchte bringen oder Blumen. Vielleicht gibt es Nahrung für andere Wesen. Oder es sind Samen, die nicht aufgehen und auch das will ich anerkennen. Auf die Lieder der Vögel höre ich und beobachte Katalina, lege die Samen in die Erde, vertraue der grünen Ewigkeit, dem Weg im Lebensrad.
Dann singe ich mein Lied dazu und hole Wasser.
Tausendschön und Sonnenblumen, Lichtnelken, Eisenhut, Nektarblumen, Mutsamen und eine kleine, bunte Kühnheit dazu, die Leichtigkeit des Gebens, die Freude des Annehmens. Ich lege die Samen vom Feuer der Regenbogentänzerin in die Erde, mit der Widmung, die ich ihnen gegeben habe.
Ich besinge das Land, rufe Wind und Regen, Sonne und die Erdenkraft, auf dass alles blüht, gedeiht, eine gute Ernte bringt und wächst oder einfach nährender Moment des In-die-Erde-Legens sein darf, ein köstlicher Augenblick an einem Frühlingstag.