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Schamanismus

Bei den First Nations Kanadas habe ich die Weisheit der Nordwege angeschaut und die uralte Verbindung von schamanischer Weltsicht und Ökologie. Dort in der Wildnis habe ich meine Ängste vor Bären, der Weite, den Herausforderungen anerkennen müssen und auch, wie gefahrenvoll es ist, die uns umgebenden Felder nicht zu kennen, nicht zu verstehen und ihren Gesetzen nicht zu folgen.

In der Wildnis ist Überleben gar nicht anders möglich, als mit dem Land zu verschmelzen und dem zu folgen, was ist – den Gezeiten, den Jahreszeiten, den wilden Herden, den Lachszügen. Die SchamanInnen werden Wolf, Rabe, Bär, Stein, Gras. Indem sie es werden, verstehen sie die Medizin und daraus resultiert ihr Handeln. Die Schamanin spielt nicht Bärin, sie wird Bärin. Das Land selbst lehrt sie, die Tiere und Pflanzen, die Mineralien und die Spirits.
Und ich? Verstehe ich es, mein Land zu werden? Ente, Edelweiß, Rabenkrähe, Gänseblümchen?

Kenne ich mein Totem? Verstehe ich es, tanze ich es, kann ich die Weisheit und Medizin meines Totems in die Gemeinschaft bringen? Ich fange an, die Frühlingspflanzen zu essen, die Bitterstoffe zu kosten und, was sie in mir bewirken. Ich brauche gerade viele Bitterstoffe und die Frühlingspflanzen stellen sie bereit. Ich höre auf die Lieder der Vögel, erkenne manche, horche wie anders die Frühlings- und Locklieder klingen. In der nächsten Inkarnation möchte ich all das ein bisschen früher lernen.

Katalina lacht. Wenn ich jetzt was sage, dann haben wir eine dieser Endlosdiskussionen. Ich sage trotzdem was.
“Du brauchst gar nicht so tun, du bist auch ziemlich dekadent.”
“Ich könnte, wenn ich wollte.” Das ist typisch. “Ich dachte, wir streichen die Konjunktive, wegen des Betrugs, den sie bergen?” “Warum so festgefahren, das war gestern.” Und prompt zitiert Katalina wieder Martina Schwarzmann. “Mia glangt, dass i woaß, dass i kannt wenn i woit.” (Es reicht mir, dass ich weiß, dass ich könnte, wenn ich wollte). Da spricht sie auf einmal sogar bayrisch. “Du könntest nicht.” “Eben doch.” “Glaube ich nicht. Dich muss man zum Jagen tragen.” “hjfcuijrnc …” Jetzt wird es richtig blöd, ich höre hier auf.
Die unmittelbar gelebte Gemeinschaft ist nicht so leicht wie die theoretisch angedachte.

Der ganze Schnee ist wieder weggeschmolzen im frühlingshaften Tauwind. Weil ich die Jahreszeitenqualitäten verstehen und mich in der Tiefe verwettern will, mitgehen mit Wind und Sonne, dem Winter oder dem Winter-der-keiner-ist, frage ich genauer nach. Dieses Jahr geht es dauernd ums Schmelzen, Tauen. Was erzählt mir das Tauwetter, wie kann ich es verstehen, wie mich einfühlen? Ich untersuche die Schneehaufen, das Eis. Vieles wird sichtbar, was unter Eis und Schnee war. Es sieht oft nicht besonders schön aus, aufgeweicht, zerfallend, skelettiert.

Wörter hinterfragen. Wegschmelzen, dahinschmelzen, auftauen. Was in mir könnte schmelzen? Eis, Starre, festgefrorene Strukturen? Insgesamt ist es ja eine Zeit, in der erstarrte, nicht mehr tragende Strukturen zerbröseln, ins Wanken kommen oder, dass das, was ewig lange unter dem Eis begraben war, zum Vorschein kommt. Was liegt bei mir schon lange unter Eis und Schnee? Ich will dem Prozess des Schmelzens zuhören, dem Tropfen des Wassers, dem gläsernen Klang der Eiszapfen beim Tauen. Horchen, was mir die Klänge erzählen. Ein Grönlandschamane hat gesagt, ”lasst das Eis in eueren Herzen schmelzen, dann brauchen es die Pole nicht für uns tun.”

So wird die Geschichte dieses Winters wieder ganz anders. Wenn ich die Kraft der Schneeschmelze nicht mit dem Frühling und seiner Dynamik verbinde, sondern mit der langsamen Weise des Winters, dann bin ich in der Winterweite angekommen und höre eine Winterbotschaft. Rückzug und Tauen, sanftes Schmelzen von Eisschichten, die Schneedecke und das Hervorholen von Darunterliegendem. Schneekristalle beobachten und Eis, wenn sie ins Fliessen kommen. Selbst ins winterliche Tiefenfliessen kommen. Wie kann das konkret aussehen, ohne in eine Frühlingsumtriebigkeit abzudriften? Ich weiß es nicht genau, etwas Neues, Fremdes ist dabei.
Die vielen Stürme dieses Jahr erzählen von Ähnlichem. Wind fegt übers Land, fegt weg, rüttelt. Was nicht standhalten kann, wird mitgenommen und zerlegt. Wie die nicht tragenden, nicht mehr stimmigen Strukturen. Auflösen, schmelzen, wegfegen. Es wird sichtbar. Was hält, was trägt, was nicht, was schmilzt leicht dahin? Wo ist was erstarrt? Ist das das große Thema, der Spiegel des Winters? Ich beginne, meine Eisschichten abzuklopfen.

Ich stelle mich in den Sturm, mit aller Bereitschaft des Häutens. Das nicht mehr Tragende dem Wind übergeben, spüren, wie es herausgezogen wird und noch nicht einmal wissen müssen, was genau es ist. Im Schamanischen braucht mein Verstand nicht alles verstehen. Ich übergebe, gebe mich hin, dem Prozess, dem Winter, gehe hinein.

Jetzt gehe ich seit über einem Jahr im Blog für die Verwischung der festen Grenzen. Und ich finde, dass es wirklich wichtig ist, uns das Schamanische, das Spirituelle wieder hereinzuholen in alle Tage, den Blick zu schärfen dafür, dass es nicht irgendwo und ganz woanders ist, sondern wir immer damit verbunden sind. Und nun komme ich an bestimmten Punkten genau dahin, dass ich schärfere Schwellenmarkierungen brauche und die Verwischung hinderlich finde. Paradox. Einmal ist die Grenzverwischung wichtig und einmal braucht es das klare Markieren.
Die Fallen können beispielsweise aufgehen, wenn sich Freundschafts- und Professionsebenen vermischen, ohne, dass es gekennzeichnet ist und bewusst wird. Für mich und die anderen ist eine Kennung hilfreich. “Die Schwellen zu markieren ist wichtig und es gehört sogar in deine Verantwortung, wenn du in deine Profession gehst,” hat eine Freundin gesagt. Erst dann könne ich in aller Tiefe an das Feuer meiner Profession gehen und auch wieder zurück. Und es ist klargestellt, wie heiß dieses Feuer eventuell ist. Weil wir kein schamanisches Infofeld haben in unserer Gesellschaft, braucht es viel mehr Klarstellung.
Wie markiere ich die Schwellen? Das kann ein Klang sein, das Anzünden einer Kerze oder das Anlegen von Ketten, Kopfbedeckung, bestimmten Kleidungsstücken. Am liebsten mag ich Ketten und schnelle Überwürfe. Gürtel sind auch recht praktisch. Dann ist klar, dass ich mich mit meinen Spirits verbinde und, dass ich dann eine ganz bestimmte Arbeit mache. Irgendwann gehe ich wieder über die Schwelle zurück, indem ich das Gewand oder die Kette ablege oder die Glocke klingen lasse. Das, was ich beim Eintritt auch gemacht habe. Damit ist klar, ich bin wieder da als Freundin, sage Schmarrn, bin unperfekt, weiß auch nicht unbedingt weise Dinge, all das.
Wenn dann eine Blume, etwas Essbares, ein Energieausgleich auf meinen Altar gelegt wird für meine Spirits, dann stimmt es und macht den Weg weit und frei für alle.

Gewandungen bieten sich an, um über Schwellen zu gehen. Wenn ich weiß, dass ich nicht mehr weggehe, nicht mehr arbeite und nur noch Chillzeit ist, dann ziehe ich eine viel zu große Schlumpfhose an. Optisch ist sie jenseits des Diskutablen. Damit wollte ich nicht mal die Haustüre aufmachen müssen. Ich bilde sie deshalb auch nicht ab. Es ist eine Art Jogginghose, die mich alleine beim Gedanken, sie anzuziehen, erfreut. Weil mein System das Umziehen sofort versteht, trägt sie mich schnell über die Schwelle in die Auszeit.
Malkleidung signalisiert, dass ich im Raum der Kunst bin und mich auch vollkleckern kann oder keine Unterbrechung will.
Mit meinem Dirndl gehe ich über eine andere Schwelle, in ein Feld des Supersichtbarseins, des lustvollen Strahlens. Dort ist Bewegtheit, Farbigkeit, Selbstverständnis. Damit tanze ich die Fülle des Lebens.

Eine überraschende Heilwoche. Bei Lilia, die siebzig Jahre Erfahrung mitbringt und Tungaa aus der Mongolei. Beide Male erlebe ich wieder das selbstverständliche Eingebettetsein des Rituals, der Heilsitzungen, des Spirituellen in ganz Alltägliches. Bei Lilia höre ich unten Gespräche, das Klingeln des Telefons, Kochgeräusche – alles bei offenen Türen. Persönliches wird geredet und Einkaufslisten durchgegangen, während ich, eingewickelt, daliege und den Auftrag habe, ganz zu entspannen.

Tungaa, Nara und ihr Begleiter bereiten nachmittags das Essen vor. Dann die Einzelsitzungen. Die Küche hat keine Türe, die Alltagsgeräusche begleiten die Sitzungen, alles gehört zusammen.
Wir machen die Zeremonie abends im Essraum, der schöne, große Seminarraum bleibt leer. Dort, wo wir kochen, essen, Katzen füttern, Alltägliches miteinander teilen, da soll das Ritual sein. Am Kachelofen, auf den Esstischen. So kenne ich es von den Reisen und es ist auch ein bisschen so wie in der Jurte. Schnelle Wechsel, das Trommeln kurz unterbrechen für Anweisungen, ganz schnell wieder drin sein und in Trance gehen. Tungaas Ahnengeist gefällt mir, er ist witzig, manchmal lacht er schallend. Eindrücklich ist es, wie Tungaa die Geister des Landes, ihrer Ahnen, des Ortes, der Himmel anruft und wie kraftvoll ihre Trommel ist. Zeit hebt sich auf, es geht in die Nacht, unsere Spirits sitzen miteinander am gedeckten Tisch und speisen, bis Tungaa sie wieder verabschiedet. Kaum ist die dreistündige Zeremonie zu Ende, bringt Nara die Teigtaschen in die Küche und es wird gekocht. Alle haben am Nachmittag mitgekocht und so ist unser Nachtessen köstlich, erheiternd.

Sonntagsdynamik. Nebel und Langsamkeit, keine Pläne. Durchs Dorf gehen, die wilden Katzen in der Scheune besuchen, sie füttern, ihnen sagen wie schön sie sind. Eine davon hätte ich gerne. Also eigentlich vier. Vermitteln kann ich sie nicht, weil sie sich nicht nehmen lassen. “Wenn ihr euch nehmen lasst, dann suche ich gute Plätze für euch,” das sage ich ihnen jedesmal.
Weiter zur Christa in die Dorfwirtschaft. Heute ist Flohmarkt, ich erwerbe zwei Jacken von Maria, alte gestickte Borten und eine Tischdecke von Gela.

Ratschen mit vielen, Kaffee trinken, Brezen essen und mich dahintreiben lassen. Lilian, eine Ärztin-Heilerin aus Abchasien ist da. Und ich folge dem Impuls, mit ihr ins Jägerstüberl zu gehen und sie eine Pulsdiagnose machen zu lassen. Ein kurioses Setting. Sie ist genauso wie ich die russischen Heilerinnen kenne. Ganz tief und rauh, spröde, zum Schmunzeln ruppig-herzlich und richtig gut in ihrer Arbeit. Sie wird, an anderem Ort, eine Behandlung machen. Eine gute Winterprophylaxe, ein passender Impuls in der Wirtschaft. Mit Informationen, Jacken und Gestickten nach Hause und sehr zufrieden mit dem Tag.

Die schamanische Kraft im Alltag – mit dem Thema beginnen meine Herbstseminare. Wie verwische ich die festen Grenzen zwischen Rituellem, Heiligem und Alltäglichem – malend, tanzend, reisend. Scheinbar Banales und Heiliges befruchten sich. Heilige Clownin trifft Hausfrau in der Blumenschule. Hinter die Fassaden geschaut und über Schwellen gegangen. Wildnis in der Küche, Magie beim Einkaufen, zelebrierter Alltag – lustvolles Entdecken schamanischer Heilweisen zwischen Kleiderschrank und Bügeltisch.
Wir erforschen dieses Wochenende im Gewächshaus und in der Küche wie all das gehen kann, werfen unsere Forschungsergebnisse zusammen und zeichnen davon Landkarten.

Beruf – Berufung – Gaben – Aufgaben. Nachgedanken zu den drei Seminarblöcken. Wie können die Heilwege, die schamanische Kraft in den Berufsalltag fliessen? Was gibt es für Möglichkeiten an Integration? Wenn der Wunsch da ist, heilerisch oder künstlerisch zu wirken, sind die Bilder dazu oft recht eingeengt. Eigene Praxis, freie Kunstwege, von denen man leben kann, Öffentlichkeit etc. Mit Orna habe ich lange darüber gesprochen und festgestellt, dass wir beide schlechte Beispiele sind, denn unsere Wege sind so und sie sind die Ausnahme. Die meisten indigenen SchamanInnen und HeilerInnen, die wir kennen, haben ihre Berufe – Schneiderin, LKW-Fahrer, Lehrerin, JägerInnen, Hirten … Abends schamanen sie dann. Das Heilen ist Teilzeitbeschäftigung, auch wenn die Anbindung an die nichtalltägliche Wirklichkeit immer da ist. Sie leben ihren Alltag in ganz “normalen” Berufen, welche sie ernähren, denn das Heilen wird mit Spenden abgegolten. Manchmal wird es sogar als Zeichen von Kraft angesehen, wenn die SchamanInnen in beiden Wirklichkeiten gut zu Hause sind und ein “normaler” Beruf zeugt von der Verwurzelung in der alltäglichen Wirklichkeit.
Ich überprüfe meine Bilder, weite sie. Zum Beispiel um das Bild der unsichtbaren Heilerin. Die, die ihrer Wege geht, ohne, dass jemand sie als Heilerin wahrnimmt. Sie geht durch ein Dorf und auf einmal merken die Leute, dass sich etwas verändert hat, dass es leichter ist, dass mehr Freude da ist und ein feiner Duft in der Luft liegt. Niemand bringt es mit ihr in Verbindung, denn sie ist schon längst weitergezogen. Und sie selbst wird die Früchte ihres Seins nicht unmittelbar erfahren. Und doch ist sie die Heilerin, die allein durch ihr Dasein ein Feld geweitet hat.
Andere arbeiten nachts und singen verlorene Seelen heim. Niemand sieht sie oder weiß davon. Sie tun es einfach. Es gibt keinen Applaus für die unsichtbaren SchamanInnen. In einer Gesellschaft von Bühne, Casting Shows, Publikum, Medienbezogenheit und dem tiefen Mangel an wirklichem Gesehenwerden und Wertschätzung tut eine Weitung von Bildern gut. Bilder von uns als HeilerInnen, als schamanisch Praktizierende.



Vielleicht ist es gar nicht nötig, alles umzukrempeln, den Beruf zu wechseln, sich selbständig zu machen und die Öffentlichkeit zu suchen. Die Art und Weise, wie wir etwas tun, wird den Zauber, die Heilkraft, die schamanische Kraft da sein lassen. Wenn ich töpfere, Kräuter sammle, Schulaufsätze korrigiere oder etwas verpacke, könnte ich es in einem rituellen Rahmen tun, fast unmerklich vielleicht. Gebete und Segen kann ich einweben. Ich kann es mit lebensfördernden Bildern bereichern oder es besingen.
Vielleicht ist das meine schamanische Aufgabe.
Ist es überhaupt das Wie? Die Art und Weise, die uns zu HeilerInnen macht? Oh mei, es gibt noch so viele Fragen und ich habe noch so viel zu lernen und zu verstehen.

Sommerseminarwoche in der Blumenschule. Malen im Gewächshaus, der Lebensraum, die Küche ist Ritualraum. Es ist so wie bei fast allen Indigenen, alltäglicher Lebensraum und ritueller Raum sind eins.
Die schamanische Kraft ist wieder im Alltagsraum angekommen.
Im Gewächshaus spüren wir den Wind, hören das Regenlied, Blitze und Donner sind ganz nah, die Hitze des Sommers liegt in der Luft. Abschied vom Wohnzimmerschamanismus. Wiederverwetterung, die in die Bilder fließt.



Ich schaue in den Spiegel. Adios Vollklimatisierung, adios Comfort Zone. Frei fliegen, barfuß im Regen, mit windzerzaustem Haar, über steinige oder mossweiche Wege gleiten.

Zurück von der Schweibenalp und fünf Tagen Ahnenschamanismus. Neuschnee eines Morgens, die Kühle des Sommers auf der Alp, Ahnenaltar, mit der Ahninlehrerin gearbeitet, Muster meiner Sippe angeschaut, eine Figur geschnitzt, die Ahninlehrerin getanzt, vieles mitgebracht, was im Laufe der Zeit einsickern wird.
Nachklangtag. Das Mitgebrachte will integriert werden. Die kommenden Monate und vielleicht Jahre werden zeigen, wie sich die neuen Impulse einweben, wie sie das Gefüge verändern.

Oft gibt es bei Indigenen keine extra Ritualräume, es findet alles dort statt, wo die Menschen leben. Für Reinigungsrituale (mind-clearings, Textilsäuberung, Entschmutzung von Themenkomplexen etc.) bietet sich die Waschküche (interessantes Wort) an.
Ich mache es folgendermaßen:

- wahlweises Anlegen von Ritualkleidung – einfüllen, was der Reinigung bedarf (Gedanken, Geschichten, Textiles) – je nach Lage mit Opferungen, Räucherung im Vorfeld, Gesängen …

Mein Hilfsteil heißt Waschamascha. Mit vier Jahren habe ich sie so genannt, seitdem heißt sie so. Im Weiteren freie Ritualgestaltung, je nachdem, ob der Schonwaschgang reicht, ob es eine Tiefenreinigung braucht oder eine Extraschleuderung. Wahlweise eignet sich auch eine Kurzmeditation.

Das Waschmaschinenlied könnte mit Gesängen unterstützt werden. Auch Orakel sind möglich durch Beobachten der Strudel und Drehungen, sowie der Klänge in der Waschtrommel. Manchmal kommt es zu Halb- oder sogar Volltrancen.
Es ist aus meiner Erfahrung nicht nötig, den gesamten Reinigungsprozess energetisch zu begleiten. Eine Beiwohnung von zehn Minuten müsste reichen. Das Ritual endet mit der Entnahme der gereinigten Gedanken, der weißgewaschenen textilen Teile etc.

Individuelle Ritualabschlüsse gibt es hier in der Gegend viele. Es ist empfehlenswert, eine eigene Form zu finden und sich in Forschungskreisen auszutauschen.
Im Weiteren kann der Inhalt im Wind trocknen, aber das ist eine andere Geschichte.

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